Die Mietverwaltung umfasst alle Aufgaben kaufmännischer und verwaltungsmäßiger Art, die eine ordnungsgemäße Bewirtschaftung des Anwesens sicherstellen, mit der Ausnahme steuerlicher und rechtsanwaltlicher Belange.

Der Verwalter ist berechtigt und verpflichtet, die Interessen des Eigentümers zu vertreten und die nachstehend aufgeführten Aufgaben wahrzunehmen. Die gerichtliche Wahrnehmung von Rechten bedarf eines besonderen Auftrags durch den Eigentümer.

A. Aufgaben gegenüber den Mietern

  • Abschluss, Durchführung, Änderung und Kündigung von Miet- und Pachtverträgen, soweit dies notwendig und rechtlich zulässig ist. Durchführung von Mietänderungen/Mieterhöhungen nach Maßgabe gesetzlicher und vertraglicher Bestimmungen jedoch nur mit Zustimmung des Eigentümers.
  • Die Abwicklung zu Ende gehender Mietverhältnisse insbesondere der Abnahme der Wohnung, Nebenkostenabrechnung und Kautionsabrechnung.
  • Die Vermietung von Wohnungen und Geschäftsräumen sowie der Abschluss von Mietverträgen, bei denen der Verwalter auf Erzielung eines angemessenen Mietzinses hinwirkt. Bei Neuvermietungen sind Grundmieten zuzüglich aller umlegbaren Betriebskosten zu vereinbaren, ebenso eine Mietkaution. Diese darf bei Wohnraum maximal 3 Monatsmieten betragen und ist ordnungsgemäß zu verwalten und zweckmäßig zu verwenden.
  • Buchung und Überwachung der Mietzahlungen sowie des mit dem Mietverhältnis im Zusammenhang stehenden Zahlungsverkehrs.
  • Einleitung des Mahn- und Klageverfahrens sowie Beauftragung eines geeigneten Rechtsanwalts in Absprache mit dem Eigentümer. Die hierdurch anfallenden Gerichts- und Rechtsanwaltskosten trägt der Eigentümer.
  • Jährliche Erstellung der Betriebs- und Heizkostenabrechnung gemäß den gesetzlichen Vorschriften
  • Abwicklung des gesamten Schriftverkehrs mit den Mietern einschließlich Mahnungen bei Zahlungsverzug sowie die Überwachung der Hausordnung.
  • Geltendmachung von Vermieterpfandrechten.
  • Anstellung eines Hauswarts oder Hausmeisters mit Abschluss entsprechender Verträge nach Abstimmung mit dem Hauseigentümer.

B. Aufgaben im Hinblick auf das Gebäude

  • Berechtigung zur Vergabe der notwendigen Instandhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten im Namen und auf Rechnung des Hauseigentümers nach vorheriger Abstimmung mit dem Eigentümer bzw. ohne vorherige Abstimmung bei einer drohenden Gefahr für das Gebäude oder in sonstigen Fällen besonderer Dringlichkeit
  • Im o.g. Fall ist der Verwalter mit Zustimmung des Eigentümers berechtigt, mit der Durchführung der Maßnahme bzw. zum Zweck der Einhaltung technisch-statischer Voraussetzungen bzw. technischer Ausschreibung, die Kontrolle und Abnahme entsprechender Fachleute, wie z.B. Statiker, Architekten usw., im Namen und auf Rechnung des Hauseigentümers zu beauftragen.
  • Größere Instandsetzungs- und Reparaturarbeiten, die außerhalb der üblichen Hausverwaltertätigkeit liegen und nach Zustimmung des Eigentümers in Wahrnehmung seiner Interessen vom Verwalter selbst betreut und durchgeführt werden, sind besonders zu vergüten.
  • Überwachung, Prüfung und Abnahme von Handwerkerarbeiten.
  • Überprüfung und Zahlung von Handwerkerrechnungen.
  • Vornahme notwendiger Haus- und Wohnungsbesichtigungen
  • Abwicklung von Versicherungsschäden und Durchführung des mit der Versicherung notwendigen Schriftverkehrs.
  • Bei der Durchführung baulicher Maßnahmen trägt der Eigentümer die anfallenden Auslagen für behördliche Genehmigungen u.ä.
  • Abschluss von Wartungsverträgen nach Absprache mit dem Eigentümer.

C. Aufgaben gegenüber dem Eigentümer

  • Wahrnehmung aller Rechte und Pflichten gegenüber Behörden, Versorgungsunternehmen, Handwerkern und Lieferanten einschließlich des Zahlungsverkehrs.
  • Einrichtung eines Haus-Treuhand-Kontos durch den Verwalter auf den Namen des Eigentümers.
  • Auf Wunsch des Eigentümers monatliche Erteilung von Abrechnungen über die Einnahmen und Ausgaben unter Beachtung der Regeln der kaufmännischen Buchführung. Aus den Abrechnungen ist der jeweilige Stand des Hauskontos sowie etwaiger Mietrückstände ersichtlich. Falls die Monatsabrechnung nicht innerhalb von 14 Tagen nach Eingang beim Eigentümer beanstandet wird, wird die Zustimmung zur Richtigkeit der Abrechnung angenommen.
  • Erstellung einer jährlichen Abrechnung zum 31.12. in Form einer Einnahme-Überschuss-Rechnung. Die Abrechnung gilt gleichzeitig als Nachweis der jährlichen Einnahmen und Ausgaben für die Steuererklärung (Anlage V Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung) des Eigentümers. Die Abrechnung ist vom dem Eigentümer zu überprüfen und gilt unter gleichzeitiger Entlastung des Verwalters als anerkannt, wenn ihr nicht innerhalb von einem Monat widersprochen wird.
  • Zahlung der laufenden Betriebskosten des Hauses, Versicherungsprämien, Grundsteuer, Hypotheken, Darlehen und alle sonstigen öffentlichen, das Haus betreffenden, Abgaben.
  • Periodische Zahlungen von Zins- und Tilgungsleistungen sowie der laufenden Einkommensteuervorauszahlungen und der jährlichen Abschlusszahlung auf Wunsch des Eigentümers.
  • Monatliche Mietauszahlung an den Eigentümer auf ein von diesem zu benennendes Konto.
  • Abschluss, Änderung und Kündigung aller für die Bewirtschaftung notwendigen Versicherungen, wie z.B. Haftpflichtversicherung, Leitungswasserversicherung, Gewässerschaden-Haftpflichtversicherung in ausreichender Deckungshöhe in Abstimmung mit dem Eigentümer.
  • Überprüfung auf ausreichenden Versicherungsschutz, insbesondere bei bestehenden Versicherungen und Unterbreitung entsprechender Vorschläge an den Eigentümer.
  • Abschluss und Kündigung von Verträgen, die zur ordnungsgemäßen Verwaltung und Bewirtschaftung des Hauses notwendig sind, nach vorheriger Zustimmung durch den Eigentümer